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Anfängerhinweise für Heliflieger

Anfängerhinweise für Heliflieger

Als aller Erstes: Übung macht den Meister.

 

UND

 

Köln wurde nicht an einem Tag erbaut!

 

Wenn Ihr anfangt werdet Ihr schnell merken dass der Heli unterschiedlich in der Luft reagiert.

Zunächst gibt es den Bodeneffekt, dieser bringt den Heli schnell (meist zu schnell) aus seiner Position, so dass er abdriftet. Dies liegt nicht an der Trimmung (Gewichtsverteilung oder anderen technischen Fehlern), sondern an der Verwirbelung der Luft über den Boden. Hier kann schon ein unterschiedlicher Bodenbelag, eine Kante oder eine Wand in der näher den Heli aus seiner Ruhe bringen. Außerdem muss er beim Start auf einen waagerechten Boden stehen, sonst schwebt er uns schnell davon ;-)

Dieser gemeine Bodeneffekt verschwindet allmählich ab einer Höhe (je nach Größe des Helis) von ca. 30- 50 cm. Ab dieser Höhe kann man den Heli recht gut kontrollieren. Wenn man nun in der Nähe von Wänden oder Gegenständen kommt (ca. 1 Rotordurchmesser entfernt) so saugt sich der Heli in Richtung der Gegenstände oder der Wand. Auch das Überfliegen von Gegenständen kann starke Einflüsse auf den Heli nehmen.

Daher ist unsere Schützenhalle ideal zum fliegen. Da man hier genug Platz und einen gleichmäßigen ebenen Bodenbelag hat wird man schnell die ersten Erfolge verzeichnen. Äußere Einflüsse lenken einem nicht mehr so schnell vom erlernen der Flugmanöver ab.

 

Das wichtigste beim Helifliegen ist die Trimmung, da der erfahrenste Pilot nur mit äußerste Mühe einen schlecht getrimmten Heli fliegen kann. Viele Helis werden schon ab Werk vorgetrimmt, so dass zumindest ein normales Abheben möglich ist um seine ersten Flugerfahrungen zu machen.

Nach dem ersten Sturz ist jedoch auch hier eine Kontrolle nötig damit der Heli wieder normal fliegen kann. Je nach Helityp gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Trimmung. Hier ist es auf jeden Fall ratsam auf die Erfahrungen anderer aufzubauen, da man hierdurch manche Enttäuschung aus dem Weg gehen kann.

 

Für den Erstflug kann ich nur Raten alleine zu fliegen, da jegliche Ablenkung bei einem begrenzten Raum (Wohnzimmer) zu einer Kollision führen kann. Außerdem bringt man sich beim herantasten  nicht so unter Druck. Bei den meisten Helis geht es wohl darum zunächst den Schwebeflug zu erlernen. Hierbei ist es wichtig das Gefühl für höhe und Ausrichtung zu erlernen. Wenn der Heli zum Beispiel zum ersten mal mit der Nase einen "anschaut" wird man schnell merken daß man noch viel zu sehr nachdenken muß und daher zu langsam reagiert.  

 

Demjenigen dessen Heli mit einer Simulation geliefert wird kann man nur raten diese auch zunächst für die Erlernung der Steuerung zu nutzen. Meistens sind die Simulatoren nur für Pitch-Helis gedacht, da jedoch die eigentliche Beherrschung dieser Helis am schwersten ist, kann man schnell Erfolge im reellen Flug bei z. B. den Koax-Helis verzeichnen. Die erlernten Reflexe sind hierbei sehr hilfreich.

 

Wenn man dann den Heli soweit beherrscht dass man ihn vernünftig trimmen kann (Schwebeflug) und seine ersten Achten fliegt, geht es in die Phase über den Heli erst richtig zu beherrschen. Denn wer einigermaßen eine Acht fliegen kann beherrscht nur die Koordination der Fernsteuerung aus allen Richtungen, den Heli kontrolliert er bei weitem nicht. Erst wenn man genau auf einer gedachten Linie (auch Höhe) von A nach B, dann um C dreht und dann nach D in einer geraden fliegen kann, um dann in einer großen Kurve mit einem festen Radius zu fliegen, kann behaupten dass er für den Normalflug den Heli beherrscht. Danach fängt dann erst der 3D Flug an....

 

Aber nicht vergessen:

Der Heli soll uns Spass bringen, und daher bringt auch das Erlernen Spass!!

 

Swen Uth

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